Papa steek sick sien Imkerpiep an - Imkerverein Buchholz

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Papa steek sick sien Imkerpiep an
Schall  ja Klaukschieters gäben, de meent: "Bienen kennen ihren Imker". Uns  Papa seuch mannigmal ut as ein Nadelküssen. Doch hei weu immun gegen dat  Immengift. Ganz in Gegendeil. Wenn Papa de Rüch weih däd, sett hei sick dor so fief Immen rupp und leut sich freiwillig  von jüm stäken. Dat schüll helpen. Dor weu ick wiet vun aff. Ok noch  freiwillig? Mi rek dat so all.
Ick weu eist drei oder veier Johr old, dau stöker ick mal mit'n Stock  in ein Fluglock rümm. Na, dau weu ja nu Alarm. De Immen feulen sick  angräpen un wehren sick. Ein ganze Wäk sait ick inne Stubeneck un späl mit min Poppen. Denn säh ick tau Mamma: "Mamma, nu  kann ick di all wedder'n bäten seihn!"
Teugen wulken up, denn keumen de Immen um de Stalleck geneiht na  ehr'n Immentun tau. Wehe du keumst denn in de Fluglinie, un ein baller  die gegen Kopp, vertüter sick in din Hoor, un feul sick angräpen. Denn weust du riep!!!
 
                  Gewiß, sei stäken blos ut "Notwehr", doch sei sünd meist ümmer in  Notwehr"! Geihst du barft und pettst up ein rupp, peng!! Plückst du die  ein Bodderblaum aff, wo utgerekt ein Imm insitt, peng!! Un jedesmal heww ick brüllt as an Spieß. Oma und Mamma keumen denn  angerönnt und reupen all von wieden: "Wat is die, Deern? Is wat  passiert"? Jü künnt jau denken, wie se mi ankaiken, wenn ick brüll: "Mi hätt ein Immen stäken". Sei schüllen mit`n Kopp un schimpen: "Mak dor  doch nich jedesmal son Wäswark üm".
Kott vör ein Gewitter oder wenn schleudert wör, denn weun de Immen  "giftig", wie Papa säd. Datt kann man ja ok verstahn. Vör Gewitter grau  mi ok, und wenn die einer dien Äten wegnimmt, warst du ok fünsch.
Papa steek sick sien Imkerpiep an. Dat fuul Holt, Olm säd hei dortau,  qualm bannig. Dormit näbel hei de Immen düchtig in. Dat meuk jüm ruhig.  Papa neum de schworen Honigwaben ut de Körv und reck se Opa hen. Opa lang se denn naht Imkerkamer-Finster rin, wo Oma se in  de Schleuder hüng.
Opa weu ok nich scharp up Immengift. Ärmels und Büxenbein harr hei  sick mit Sacksband taubunnen, öbern Kopp de Imkerhuw. So künnen sei im  nich an`n Liew komm'n. Mamma dreih de Schleuder und sett de vull`n Steinpütt anne Sied. Mien Schwester hülp ehr dorbi.
Oma und ick verkreupen uns den ganzen Dag; wagen uns nich rut, nichmal na`n Paddermang.!!! (Lokus but'n upp'n Hoff)
As dat Middagäten prat weu, keik Oma blos rasch ut de Achterdör: "Wi  wiet sünd jü denn? Äten is trecht"! Schon harr se ein dicke Näs! So  giftig weun de Ös von Immen, wenn schleudert wör!
Sünst wör Oma ganz schön plietsch. De Erdbeern harr se direkt vör'n Immtun plannt; dor künn man nich ran!
(Eine Geschichte aus einer Zeit, in der es noch sehr stechlustige Bienen gab)

Von Magda Hartwig-Koosmann aus "Evangelische Zeitung"

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